Ein zertifizierter Energieeffizienz-Experte ist für fast alle KfW- und BAFA-Förderanträge 2026 Pflicht. Ohne die „Bestätigung zum Antrag" (BzA) wird kein Zuschuss bewilligt. Dieser Artikel erklärt, wer als Energieberater zugelassen ist, was die BzA kostet und wie Sie den richtigen Experten finden. Den genauen Ablauf der [KfW-Förderung Schritt für Schritt](/foerderung/kfw-foerderung-ablauf-schritt-fuer-schritt) mit allen Fristen erläutert unser Förderleitfaden. Für den [Einkommensbonus von 30 %](/foerderung/foerderung-einkommensbonus-nachweis) kann der Fachbetrieb die BzA erstellen — ein Energieberater ist hierfür nicht zwingend nötig.
Ob Sie einen zertifizierten Energieberater (gelistet in der offiziellen Energieeffizienz-Expertenliste der dena) einbinden müssen, hängt von der Art der Sanierungsmaßnahme ab:
Für die Beantragung des Zuschusses für eine neue Wärmepumpe ist ein Energieberater nicht zwingend vorgeschrieben.
Für alle Maßnahmen an der Gebäudehülle (Fassadendämmung, Dachdämmung, Austausch von Fenstern und Außentüren) ist die Einbindung eines dena-gelisteten Energieeffizienz-Experten gesetzlich zwingend vorgeschrieben (siehe dazu auch unseren Leitfaden zur BAFA-Förderung BEG EM). Ohne die BzA-ID eines Energieberaters verweigert das BAFA die Annahme des Antrags komplett.
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Ein individueller Sanierungsfahrplan ist eine detaillierte energetische Analyse Ihres Gebäudes. Ein zertifizierter Energieberater nimmt Ihr Haus unter die Lupe und erstellt einen langfristigen Fahrplan für die schrittweise Sanierung.
Das im Mai 2026 vom Bundeskabinett verabschiedete Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) löst das alte GEG (Gebäudeenergiegesetz) ab. Die starre 65-%-EE-Pflicht für neue Heizungen wurde gestrichen und durch eine flexible „Bio-Treppe" ersetzt. Für Hausbesitzer bedeutet das mehr Freiheit bei der Heizungswahl — aber auch: Wer jetzt auf fossile Brennstoffe setzt, muss steigende CO₂-Kosten und höhere Biokraftstoff-Beimischungen einplanen. Die Wärmepumpe bleibt die wirtschaftlich und ökologisch beste Wahl, insbesondere in Kombination mit einer PV-Anlage, beispielsweise im Rahmen einer Wärmepumpen-Photovoltaik-Kombination.
Nur zertifizierte Energieeffizienz-Experten, die in der Energieeffizienz-Expertenliste (EEE-Liste) des Bundes geführt werden. 2026 sind rund 14.000 Experten gelistet. Die Kosten für eine BzA betragen:
Die Kosten sind förderfähig — sie werden im Rahmen der KfW-Förderung mit bis zu 50 % bezuschusst.
Alternativ zur KfW-Förderung können Selbstnutzer ihre Sanierungskosten über den § 35c EStG Steuerbonus direkt von der Steuer absetzen (20 % der Kosten, max. 40.000 €) — ohne Energieberater-Pflicht für den Antrag.
Die Datenbank unter www.energie-effizienz-experten.de listet alle zertifizierten Berater nach PLZ. Tipp: Vereinbaren Sie mit mindestens 2–3 Beratern ein kostenloses Erstgespräch und vergleichen Sie die Angebote. Der Berater muss vor der Antragstellung beauftragt werden.
Neben der BzA für den KfW-Antrag bietet der Energieberater auch den individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) an:
Tipp: Lassen Sie zuerst den iSFP erstellen und beantragen Sie dann die einzelnen Maßnahmen in der empfohlenen Reihenfolge. So maximieren Sie die Förderung.
Die BAFA fördert 2026 die Energieberatung mit folgenden Sätzen:
Die Kosten für die BzA (Bestätigung zum Antrag) sind Teil der förderfähigen Kosten im KfW-458-Programm und werden mit bis zu 50 % bezuschusst. Sie müssen den Energieberater vor Antragstellung beauftragen — die Rechnung reichen Sie nach. Den verbleibenden Eigenanteil für die Sanierung können Sie über den zinsgünstigen KfW-Ergänzungskredit 358 finanzieren.
Ein Energieausweis wird bei vielen Energieberatungen gleich mit erstellt — er ist bei Verkauf und Vermietung ohnehin Pflicht und dient als Grundlage für den iSFP.
Die Datenbank unter www.energie-effizienz-experten.de listet alle zertifizierten Berater nach Postleitzahl.
Für die KfW-Heizungsförderung (KfW 458) reicht seit 2026 die Bestätigung durch einen qualifizierten Fachbetrieb aus — ein Energieberater ist nicht zwingend erforderlich. Der Fachbetrieb erstellt die BzA (Bestätigung zum Antrag) im Rahmen des Handwerkerangebots.
Für BAFA-Maßnahmen an der Gebäudehülle (Dämmung, Fenster) ist dagegen weiterhin ein zertifizierter Energieeffizienz-Experte vorgeschrieben. Der Experte muss in der EEE-Liste des Bundes eingetragen sein und die technische Projektbeschreibung (TPB) erstellen.
Praxistipp: Wenn Sie Heizungstausch UND Dämmung planen, beauftragen Sie einen Energieberater — er kann beide Aufgaben übernehmen und den iSFP erstellen.
Die Energieeffizienz-Expertenliste des Bundes wird regelmäßig aktualisiert und umfasst alle qualifizierten Berater. Die Suche ist nach Postleitzahl, Fachrichtung und Sprachkenntnissen filterbar — so finden Sie schnell den passenden Experten in Ihrer Region.
Ein guter Energieberater spart nicht nur Zeit und Nerven, sondern maximiert auch die Fördersumme durch optimale Kombination der verschiedenen Programme — unsere Tipps zum Förderhebel maximieren zeigen, wie Sie KfW und BAFA geschickt kumulieren.
Die qualifizierte Energieberatung ist der erste und wichtigste Schritt auf dem Weg zu einem energieeffizienten und zukunftssicheren Zuhause.
Die richtige Beratung durch einen zertifizierten Experten ist der Grundstein für eine erfolgreiche energetische Sanierung.
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