Bei einer Haussanierung summieren sich die Kosten schnell. Umso wichtiger ist es, das Maximum an staatlichen Fördergeldern herauszuholen. Durch die intelligente Kombination von Zuschüssen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und regionalen Förderprogrammen der Bundesländer lassen sich die Kosten einer Sanierung um bis zu 70 % senken. Der [Klimabonus von 20 %](/foerderung/foerderung-klimabonus-schnelligkeit) steigert die KfW-Förderung auf bis zu 50 % — ohne Einkommensgrenze. Der Ratgeber zeigt die besten Strategien.
Seit den jüngsten BEG-Reformen sind die Fördertöpfe für Heizung einerseits und sonstige Sanierungsmaßnahmen andererseits streng voneinander getrennt. Dies eröffnet Ihnen hervorragende Kombinationsmöglichkeiten:
Wenn Sie im selben Kalenderjahr Ihre Heizung erneuern (Kosten: 30.000 €) und gleichzeitig die Fenster tauschen sowie das Dach dämmen (Kosten: 60.000 €), können Sie beide Töpfe parallel voll ausschöpfen.
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Lassen Sie vor Beginn jeglicher Maßnahmen an der Gebäudehülle einen iSFP von einem Energieberater erstellen. Dadurch verdoppelt sich Ihre jährliche BAFA-Kostengrenze von 30.000 € auf 60.000 € und Ihr Zuschuss steigt um zusätzliche 5 % auf alle Maßnahmen.
Viele Bundesländer und Kommunen bieten zusätzliche Zuschüsse an, die mit der Bundesförderung (BEG) kumuliert werden dürfen. So zahlt beispielsweise das Land Nordrhein-Westfalen über progres.nrw erhebliche Boni (30 € pro Bohrmeter) für geothermische Bohrungen bei Erdwärmepumpen (für Bestandsgebäude ab drei Wohneinheiten).
Sichern Sie sich zur Deckung der verbleibenden Restkosten den zinsverbilligten KfW-Ergänzungskredit 358. Bei einem Haushaltseinkommen von unter 90.000 Euro sparen Sie dank subventionierter Zinsen über die Laufzeit bares Geld im Vergleich zu marktüblichen Ratenkrediten.
Das im Mai 2026 vom Bundeskabinett verabschiedete Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) löst das alte GEG (Gebäudeenergiegesetz) ab. Die starre 65-%-EE-Pflicht für neue Heizungen wurde gestrichen und durch eine flexible „Bio-Treppe" ersetzt. Für Hausbesitzer bedeutet das mehr Freiheit bei der Heizungswahl — aber auch: Wer jetzt auf fossile Brennstoffe setzt, muss steigende CO₂-Kosten und höhere Biokraftstoff-Beimischungen einplanen. Die Wärmepumpe bleibt die wirtschaftlich und ökologisch beste Wahl, insbesondere in Kombination mit einer PV-Anlage, beispielsweise im Rahmen einer Wärmepumpen-Photovoltaik-Kombination.
Wichtig für Ihre Planung: Die Fördersätze sind 2026 historisch hoch. Der Klimabonus bleibt nur bis Ende 2028 bei 20 % — danach beginnt die Degression. Alle Änderungen, Fristen und den Ausblick auf die BEG-Förderung 2027 haben wir für Sie zusammengefasst.
Familie Weber (zvE 35.000 €) aus Leipzig saniert ihr Haus Baujahr 1978:
Gesamtfördervolumen: 23.300 € bei Gesamtinvestition von 55.625 € (42 % Förderquote).
Die BAFA und KfW akzeptieren parallele Anträge für unterschiedliche Maßnahmen, solange es sich um unterschiedliche Gewerke handelt. Optimal ist folgende Reihenfolge:
Diese Staffelung vermeidet Überschneidungen und stellt sicher, dass jede Maßnahme die maximal mögliche Förderung erhält. Die optimale Reihenfolge bei der energetischen Sanierung — erst dämmen, dann Heizung tauschen, dann PV installieren — haben wir in einem separaten Ratgeber ausführlich beschrieben.
Singles & Paare ohne Kinder (zvE 60.000 €):
Familie mit 2 Kindern (zvE 38.000 €):
Rentner (zvE 25.000 €):
Eine frühzeitige Planung aller Maßnahmen verhindert teure Doppelarbeit und maximiert die Fördersumme.
Diese fünf Regeln haben sich in der Praxis tausender erfolgreicher Sanierungsprojekte bewährt und helfen, die maximal mögliche Förderung auszuschöpfen.
Eine vorausschauende Planung aller Maßnahmen ist der Schlüssel zur maximalen Förderquote.
In nur 2 Minuten. Ermitteln Sie Ihren individuellen KfW-Zuschuss für Wärmepumpe, Solar oder Sanierung.