Angesichts immer heißerer Sommer in Deutschland gewinnt die Kühlung von Wohngebäuden massiv an Bedeutung. Wer eine Wärmepumpe besitzt, hat einen riesigen Trumpf in der Hand: Die meisten modernen Geräte verfügen über eine integrierte Kühlfunktion. Damit lässt sich das gesamte Haus im Sommer angenehm temperieren – und das extrem stromsparend und ganz ohne hässliche Klimageräte an den Wänden.
Wärmepumpen können Gebäude auf zwei völlig unterschiedliche Weisen kühlen. Welche Methode zum Einsatz kommt, hängt maßgeblich von der Wärmequelle (Luft oder Erdwärme) ab:
Diese Methode funktioniert ausschließlich bei Erdwärme- oder Grundwasser-Wärmepumpen.
Diese Methode kommt vor allem bei Luft-Wasser-Wärmepumpen zum Einsatz.
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Um eine Wärmepumpe zum Kühlen zu nutzen, benötigen Sie ein passendes Wärmeübergabesystem im Haus:
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Beim Kühlen mit Flächenheizungen darf der Boden niemals zu kalt werden, da sonst die Luftfeuchtigkeit am Boden kondensiert (Rutschengefahr und Schimmelbildung). Moderne Wärmepumpen-Regelungen verfügen daher über einen integrierten Taupunkt-Sensor.
Dieser misst permanent die Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit und sorgt dafür, dass die Vorlauftemperatur beim Kühlen niemals unter ca. 18 bis 20 °C fällt. Der Boden fühlt sich dadurch angenehm kühl an, wird aber niemals nass.
Teilweise. Sie senkt die Raumtemperatur sehr angenehm und zugluftfrei um ca. 3-4 °C. Sie entfeuchtet die Luft jedoch nicht aktiv (wie eine Klimaanlage), weshalb sich schwüle Hitze anders anfühlt.
Bei passiver Kühlung minimal (ca. 20-40 Watt für die Pumpe). Bei aktiver Kühlung benötigt der Kompressor ca. 500-1500 Watt, was sich aber ideal mit Solarstrom der eigenen PV-Dachanlage decken lässt, wenn die Sonne ohnehin brennt.
Bei vielen modernen Luft-Wärmepumpen ist die Funktion hardwareseitig verbaut und muss lediglich vom Fachpartner per Software freigeschaltet und ein Taupunktwächter installiert werden. Fragen Sie Ihren Heizungsbauer.