Ein Batteriespeicher ist das Herzstück einer autarken Hausstromversorgung. Ist er jedoch zu klein dimensioniert, verschenken Sie wertvollen Solarstrom an das Netz. Ist er zu groß, amortisiert er sich aufgrund der hohen Anschaffungskosten nie. In diesem Leitfaden zeigen wir Ihnen, wie Sie mit einer einfachen mathematischen Faustformel die wirtschaftlich und technisch perfekte Speichergröße für Ihren Haushalt berechnen.
In der Solarbranche hat sich für klassische Einfamilienhäuser eine einfache, aber hochpräzise Faustformel etabliert, um ein optimales Verhältnis zwischen PV-Leistung, Stromverbrauch und Speicherkapazität zu erzielen:
1:1:1 Regel
Ein Haushalt verbraucht 4.000 kWh Strom pro Jahr. Auf dem Dach wird eine 6 kWp Solaranlage installiert.
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Wenn Sie Ihre Kapazität berechnen, sollten Sie folgende drei Parameter genau analysieren:
Ein Speicher soll Sie primär durch die sonnenlosen Stunden vom späten Nachmittag bis zum nächsten Morgen bringen.
Ab einer Speicherkapazität, die das 1,5-Fache des täglichen Nachtverbrauchs übersteigt, sinkt die Anzahl der jährlichen Vollnutzungszyklen drastisch. Der Speicher wird im Sommer nie leer und im Winter nie voll. Ein optimal ausgelegter Speicher sollte auf 220 bis 250 Vollnutzungszyklen pro Jahr kommen.
Die Brutto-Kapazität beschreibt das physikalische Fassungsvermögen. Die Netto-Kapazität (nutzbare Kapazität) ist der Bereich, der real entladen werden kann, da moderne Speicher zum Schutz vor Tiefentladung nie zu 100% entleert werden.
Ja, die meisten modernen Lithium-Eisenphosphat-Speicher sind modular aufgebaut. Sie können innerhalb der ersten 1-3 Betriebsjahre einfach durch zusätzliche Batteriemodule erweitert werden.
Sehr wichtig. Wenn Sie gleichzeitig kochen, waschen und föhnen, benötigen Sie eine hohe Entladeleistung (z.B. 5 kW). Günstige Speicher bieten oft nur 2-3 kW Entladeleistung, wodurch bei Lastspitzen trotz vollem Speicher Netzstrom bezogen werden muss.