Der Umstieg auf eine Wärmepumpe wird im Jahr 2026 vom deutschen Staat so stark gefördert wie nie zuvor. Über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) können private Hauseigentümer Zuschüsse von bis zu 70 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten erhalten. Welche Änderungen 2027 anstehen, lesen Sie im [BEG-Förderung-Ausblick 2027](/foerderung/beg-foerderung-2027-aenderungen-ausblick). Dieser Leitfaden fasst die genauen Förderkomponenten, Voraussetzungen und die Strategie für den maximalen Förderbetrag von bis zu 21.000 Euro zusammen.
Seit der Reform der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG-EM) wird der Austausch fossiler Heizungssysteme durch hocheffiziente Wärmepumpen mit bis zu 70 % bezuschusst. Die maximale Fördersumme für ein Einfamilienhaus (bzw. die erste Wohneinheit) liegt bei 30.000 Euro. Der Fördersatz ist modular aufgebaut und kann bis zu 70 Prozent betragen. Dies ergibt eine maximale staatliche Direktauszahlung von 21.000 Euro.
Hier sind die einzelnen Förderkomponenten im Detail:
Jeder Hauseigentümer (egal ob selbstgenutzt oder vermietet), der eine alte fossile Heizung gegen eine effiziente Wärmepumpe austauscht, erhält eine Basisprämie von 30 %. Voraussetzung ist, dass die Wärmepumpe als primäres Heizungssystem dient und bestimmte Effizienzwerte einhält.
Der Klimabonus (auch als "Geschwindigkeitsbonus" bekannt) beträgt 20 % und wird gewährt, wenn eine funktionierende Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Biomasseheizung ersetzt wird. Auch Gasheizungen, die älter als 20 Jahre sind, qualifizieren sich dafür. Der Klimabonus wird nur für selbstgenutzte Einfamilienhäuser gewährt und belohnt schnelles Handeln.
Dies ist eine der sozial gerechtesten Komponenten: Hauseigentümer mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen von maximal 40.000 Euro pro Jahr erhalten einen zusätzlichen Bonus von 30 %. Dieser Bonus gilt ebenfalls nur für die selbstgenutzte Immobilie.
Für Wärmepumpen, die als Wärmequelle Erdreich, Wasser oder Abwasser nutzen oder ein natürliches Kältemittel (wie Propan / R290) verwenden, gibt es weitere 5 % Bonus. Dies soll den Einsatz besonders umweltfreundlicher Technologien forcieren. Für Erdwärmepumpen gibt es den vollen Effizienzbonus von 5 % — sie nutzen das Erdreich als konstante Wärmequelle und erreichen so die höchsten Effizienzwerte.
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Wenn man alle Einzelboni zusammenrechnet (30 % + 20 % + 30 % + 5 % = 85 %), übersteigt die Summe den gesetzlichen Höchstsatz. Die Förderung ist jedoch strikt auf 70 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten von 30.000 Euro gedeckelt.
Das bedeutet für Sie: Selbst wenn Sie nicht alle Boni zu 100 % erfüllen, können Sie durch die Kombination verschiedener Säulen sehr leicht die maximalen 21.000 Euro Zuschuss erreichen.
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Die BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) führt eine offizielle Liste aller förderfähigen Wärmepumpen. Generell müssen Wärmepumpen folgende Kriterien erfüllen:
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Häufig reicht der Zuschuss allein nicht aus, um die hohen Anschaffungskosten einer Luft-Wasser-Wärmepumpe aus eigenen Ersparnissen zu decken. Für diesen Fall bietet die Bundesregierung den KfW-Ergänzungskredit 358 an.
Dieser Kredit ist zinsverbilligt und bietet Ihnen bis zu 120.000 Euro zur Schließung der Finanzierungslücke. Besonders Familien mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen (zvE) von unter 90.000 Euro profitieren von extrem niedrigen Zinsen (weit unter Marktniveau). So können Sie die Wärmepumpe entspannt über 10 Jahre abbezahlen, während die monatlichen Raten durch die eingesparten Heizkosten fast von selbst gedeckt werden. Für Mehrfamilienhäuser gelten gestaffelte Fördersätze pro Wohneinheit — alle Details in unserem Ratgeber zur Wärmepumpe im Mehrfamilienhaus.
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Die Kreditanstalt für Wiederaufbau prüft Anträge sehr penibel. Die folgenden Fehler führen 2026 am häufigsten zur Ablehnung oder zum Verlust der Fördermittel:
Heizung akut kaputt? Bei einem unverschuldeten Heizungsausfall gelten besondere Regeln: Der Härtefall-Leitfaden erklärt, wie Sie trotz Notfall die volle 70-%-Förderung erhalten — inklusive Klimabonus durch vorherige Reparatur der alten Heizung.
Sollten Sie aus bestimmten Gründen (z.B. weil Sie den Antrag vor Beginn vergessen haben) keine KfW-Förderung erhalten, können Sie auf die steuerliche Förderung ausweichen (§ 35c EStG).
Hierbei können Sie 20 % der Sanierungskosten (bis zu 40.000 Euro) über drei Jahre hinweg von Ihrer Steuerschuld abziehen. Diese Methode ist zwar weniger lukrativ als die maximale KfW-Förderung von 70 %, bietet aber ein hervorragendes Sicherheitsnetz für Hausbesitzer. Achtung: Eine Doppelförderung (KfW Zuschuss + Steuerbonus) für dieselbe Maßnahme ist strengstens verboten.
Laut BDEW-Strompreisanalyse April 2026 liegt der Haushaltsstrompreis bei 37,0 Cent/kWh, Erdgas bei 11,10 Cent/kWh. Bei einer JAZ von 3,5 kostet Wärmepumpen-Wärme nur 10,6 Cent/kWh — bereits günstiger als Gas. Der CO₂-Preis 2026 ist weiter gestiegen, und ab 2027 springt er im EU-ETS2 auf 80–120 €/t. Wer jetzt umsteigt, profitiert von 70 % KfW-Zuschuss und stabilen Heizkosten für 20 Jahre.
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