Mit dem KfW-Programm 300 unterstützt der Bund Familien mit Kindern beim Bau oder Erstkauf eines energieeffizienten Eigenheims. Der Clou: ein zinsgünstiges Darlehen von bis zu 270.000 Euro zu Konditionen, die weit unter dem marktüblichen Niveau liegen. Das Programm ist der Nachfolger des Baukindergelds.
Das KfW-Programm 300 ist das zentrale Förderinstrument für Familien, die den Schritt ins eigene Zuhause wagen möchten. Es gewährt keinen Zuschuss, sondern einen zinsgünstigen Kredit – der Zinsvorteil gegenüber einem marktüblichen Hypothekendarlehen summiert sich über die Laufzeit jedoch auf mehrere zehntausend Euro.
Das Programm richtet sich ausschließlich an Familien, die alle folgenden Kriterien erfüllen:
| Anzahl Kinder | Maximale Einkommensgrenze (zvE) |
|---|---|
| 1 Kind | 90.000 € |
| 2 Kinder | 100.000 € |
| 3 Kinder | 110.000 € |
| 4 Kinder | 120.000 € |
| Pro weiteres Kind | + 10.000 € |
Wichtig: Als zu versteuerndes Einkommen (zvE) gilt das Einkommen aller im Haushalt lebenden Personen.
Die Höhe des Darlehens richtet sich nach der Kinderzahl und der gewählten Förderstufe:
| Förderstufe | Maximaler Kredit (1–2 Kinder) | Maximaler Kredit (3–4 Kinder) | Ab 5 Kinder |
|---|---|---|---|
| Klimafreundliches Wohngebäude | 170.000 € | 200.000 € | 220.000 € |
| Klimafreundliches Wohngebäude mit QNG-Siegel | 220.000 € | 250.000 € | 270.000 € |
Beispielrechnung: Familie Müller mit zwei Kindern baut ein klimafreundliches Wohngebäude. Sie erhält einen Kredit von bis zu 170.000 € zu einem Zinssatz von rund 1,5 % effektiv pro Jahr. Mit dem optionalen QNG-Siegel (Nachhaltigkeitszertifikat) steigt der Betrag auf 220.000 €.
Der entscheidende Vorteil gegenüber einem normalen Bankdarlehen liegt im subventionierten Zinssatz:
Vergleich: Ein marktübliches Hypothekendarlehen liegt bei 3,5 bis 4,5 % effektiv. Bei einer Kreditsumme von 170.000 € sparen Sie über 10 Jahre rund 25.000 bis 40.000 € Zinskosten gegenüber einem Marktdarlehen.
Das Programm setzt strenge energetische Maßstäbe. Zugelassen sind zwei Förderstufen:
Der KfW-300-Kredit lässt sich hervorragend mit weiteren Förderinstrumenten kombinieren:
Die KfW vergibt Kredite nicht direkt, sondern nach dem Hausbanken-Prinzip:
Den detaillierten KfW-Ablauf Schritt für Schritt mit allen Fristen und Formularen finden Sie in unserem Förderleitfaden.
Laut BDEW (April 2026) beträgt der durchschnittliche Haushaltsstrompreis 37,0 Cent/kWh. Erdgas kostet im Einfamilienhaus 11,10 Cent/kWh, Heizöl durchschnittlich 9,8 Cent/kWh — jeweils zuzüglich CO₂-Abgabe. Der CO₂-Preis ist 2026 auf 55–65 €/t gestiegen und verteuert fossile Brennstoffe weiter. Diese Preisentwicklung macht strombasierte Technologien wie Wärmepumpen und Photovoltaik wirtschaftlich immer attraktiver.
| Kriterium | KfW 300 | Marktüblich (Juni 2026) |
|---|---|---|
| Max. Darlehen | 270.000 € | abhängig von Bonität |
| Effektiver Zinssatz | 1,5–2,5 % | 3,5–4,5 % |
| Zinsbindung | 10 Jahre | 10–20 Jahre |
| Tilgungsfrei | erstes Jahr | meist nicht |
| Einkommensgrenze | 90.000 € (1 Kind) | keine |
Bei einem Darlehen von 250.000 € sparen Sie mit KfW 300 etwa 4.000–6.000 € Zinskosten pro Jahr — über 10 Jahre bis zu 60.000 €.
Der KfW-300-Kredit wird NUR über die Hausbank beantragt — die KfW hat keinen direkten Kundenkontakt. Beantragen Sie den Kredit VOR Kaufvertrag oder Baubeginn. Die Hausbank prüft die Einkommensgrenzen anhand des letzten Steuerbescheids.
Das Programm ist der Nachfolger des Baukindergelds und der alten KfW-Programme 297/298. Der entscheidende Unterschied: KfW 300 setzt zwingend den Effizienzhaus-40-Standard voraus.
Das Programm ist exklusiv für Familien mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren im Haushalt.
In nur 2 Minuten. Ermitteln Sie Ihren individuellen KfW-Zuschuss für Wärmepumpe, Solar oder Sanierung.