Die drei Säulen der Photovoltaik-Förderung 2026
Die deutsche Solarförderung stützt sich im Jahr 2026 auf drei wesentliche Säulen:
1. Der KfW-Kredit 270 (Erneuerbare Energien – Standard)
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet mit dem Programm KfW 270 (Erneuerbare Energien – Standard)/) ein zinsgünstiges Darlehen zur Finanzierung von PV-Anlagen, Batteriespeichern und Ladestationen (Wallboxen).
- Vorteil: Bis zu 100 % der Investitionskosten finanzierbar.
- Laufzeiten: Bis zu 20 Jahre mit optional tilgungsfreien Anlaufjahren.
- Zielgruppe: Privatpersonen, Freiberufler und Unternehmen.
2. Der Nullsteuersatz (0 % Mehrwertsteuer)
Dies ist die stärkste indirekte Förderung: Seit dem Jahressteuergesetz gilt für die Lieferung und Installation von PV-Anlagen sowie Stromspeichern auf oder in der Nähe von Wohngebäuden ein Mehrwertsteuersatz von 0 %.
- Ersparnis: Sie sparen sofort 19 % Umsatzsteuer auf alle Komponenten, Montagematerialien, Zählerarbeiten und Handwerkerstunden. Ein Vorsteuerabzug beim Finanzamt ist nicht mehr notwendig.
3. Die Einspeisevergütung nach dem EEG
Für jede Kilowattstunde Strom, die Sie nicht selbst verbrauchen, sondern ins öffentliche Stromnetz einspeisen, erhalten Sie eine gesetzlich garantierte Vergütung über einen Zeitraum von 20 Jahren plus das Inbetriebnahmejahr.
- Satz 2026: Liegt für klassische Dachanlagen unter 10 kWp bei 8,03 Cent/kWh für Teileinspeisung (Eigenverbrauch) bzw. 12,73 Cent/kWh für Volleinspeisung. Achtung: Bei negativen Strompreisen entfällt die Vergütung durch das Solarspitzengesetz zeitweise vollständig (§ 51 EEG).
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Regionale Speicherförderungen der Bundesländer
Während der Bund keine direkten Zuschüsse zu Batteriespeichern zahlt, springen viele Bundesländer und Kommunen mit eigenen Förderprogrammen ein:
- Nordrhein-Westfalen (Kommunen): Landesweite progres.nrw-Zuschüsse für private Speicher wurden eingestellt. Stattdessen bieten viele Kommunen (z. B. Köln, Bonn) eigene Zuschüsse für Speicher an.
- Berlin (Solarplus): Bezuschusst die Anschaffung von Stromspeichern bei Mietern und Hauseigentümern mit bis zu 1.500 Euro (bzw. bis zu 15.000 Euro für Mehrfamilienhäuser).
- Kommunale Förderungen: Viele Städte (z.B. München, Düsseldorf, Freiburg) haben eigene Klimaschutzfonds, die den Zubau von Solaranlagen und Balkonkraftwerken finanziell bezuschussen. Ob Sie überhaupt eine PV-Pflicht in Ihrem Bundesland haben, lesen Sie in unserem Solarpflicht-Überblick 2026.
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Achtung: Erst Antrag stellen, dann Handwerker beauftragen!
Der wichtigste Rat, der Hausbesitzer jährlich Tausende Euro spart: Alle Förderkredite (insbesondere der KfW 270) müssen zwingend VOR Beginn der Maßnahme beantragt werden.
Ein Vorhaben gilt bereits als "begonnen", sobald Sie einen verbindlichen Liefer- oder Leistungsvertrag (Kaufvertrag oder Handwerkervertrag) unterschreiben. Einzige Ausnahme ist der Abschluss eines Planungsvertrags mit einem Energieberater.
Wie läuft der Prozess ab?
- Angebot einholen: Lassen Sie sich von 2-3 Fachbetrieben ein detailliertes Angebot erstellen. Unterschreiben Sie noch nichts!
- Finanzierung klären: Gehen Sie mit dem besten Angebot zu Ihrer Hausbank. Diese prüft Ihre Bonität und reicht den Antrag auf das KfW 270 Darlehen für Sie durch.
- Zusage abwarten: Sobald die Hausbank (bzw. die KfW) die Zusage erteilt hat, können Sie den Handwerker offiziell beauftragen.
Bevor Sie Angebote einholen: Unser PV-Kaufratgeber 2026 zeigt aktuelle Preise, seriöse Anbieter und die häufigsten Fehler beim PV-Kauf.
Die steuerliche Betrachtung: 0 % Mehrwertsteuer ist nicht gleich Steuerfreiheit
Es gibt oft Verwirrung zwischen der Umsatzsteuer (MwSt) und der Einkommensteuer. Der Kauf der PV-Anlage erfolgt dank des Nullsteuersatzes ohne Mehrwertsteuer. Das betrifft die Umsatzsteuer.
Ob die Gewinne, die Sie mit der Solaranlage erzielen (z.B. durch die Einspeisevergütung), einkommensteuerfrei sind, hängt von der Größe der Anlage ab. Seit dem aktuellen Steuergesetz sind PV-Anlagen auf Einfamilienhäusern bis zu 30 kWp komplett von der Einkommensteuer befreit (mehr dazu in Photovoltaik steuerfrei Regeln).
Für größere Anlagen oder Anlagen auf rein gewerblich genutzten Gebäuden gelten abweichende Regeln.
Neue Gesetzeslage 2026: Das GModG
Das im Mai 2026 vom Bundeskabinett verabschiedete Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) löst das alte GEG ab. Die starre 65-%-EE-Pflicht für neue Heizungen wurde gestrichen und durch eine flexible „Bio-Treppe" ersetzt. Für Hausbesitzer bedeutet das mehr Freiheit bei der Heizungswahl — aber auch: Wer jetzt auf fossile Brennstoffe setzt, muss steigende CO₂-Kosten und höhere Biokraftstoff-Beimischungen einplanen. Die Wärmepumpe bleibt die wirtschaftlich und ökologisch beste Wahl, insbesondere in Kombination mit einer PV-Anlage.
KfW 270: Erneuerbare Energien — Strom
Seit Oktober 2025 bietet die KfW wieder ein Förderprogramm für PV-Anlagen an. Das Programm KfW 270 (Erneuerbare Energien — Strom)/) gewährt einen zinsgünstigen Kredit für:
- Photovoltaikanlagen bis 30 kWp
- Batteriespeicher (in Kombination mit PV)
- Wallboxen für E-Autos (in Kombination mit PV)
Zinssatz Juni 2026: ab 3,8 % effektiv — damit weniger attraktiv als frühere Programme. Der Nullsteuersatz (0 % MwSt.) ist die bessere Förderung.
Regionale Förderprogramme 2026
Viele Kommunen und Bundesländer bieten eigene PV-Zuschüsse, die mit dem Nullsteuersatz kombinierbar sind:
- München: 800 € pro kWp (max. 8.000 €)
- Berlin: SolarPlus-Programm bis 3.000 €
- NRW: progres.nrw bis 15.000 € für Gewerbe
Prüfen Sie auf der Webseite Ihrer Stadt oder Gemeinde nach lokalen Förderprogrammen.
Damit amortisiert sich eine PV-Anlage 2026 in etwa 8–12 Jahren — danach liefert sie 15–20 Jahre praktisch kostenlosen Strom.
Die Kombination mit einem Batteriespeicher erhöht die Wirtschaftlichkeit durch gesteigerten Eigenverbrauch.
Die Antragstellung erfolgt über die Hausbank und ist mit der KfW-Förderung kombinierbar.
Die Förderlandschaft für Photovoltaik ist 2026 vielfältig und bietet für nahezu jeden Hausbesitzer eine passende Unterstützung.
Photovoltaik ist 2026 eine der rentabelsten Investitionen für Hausbesitzer in Deutschland.
Nutzen Sie die aktuellen Fördermöglichkeiten und machen Sie sich unabhängig von steigenden Strompreisen.
Neben dem KfW-Programm 270 bieten auch viele Bundesländer und Kommunen eigene Förderprogramme für Photovoltaikanlagen an.




