Wärmepumpen gelten gemeinhin als extrem wartungsarm, da sie – anders als Gas- oder Ölheizungen – keine Verbrennungsprozesse nutzen. Es entstehen keine Rußablagerungen, es gibt keinen Schornstein und der Schornsteinfeger muss nicht mehr ins Haus. Dennoch ist eine Wärmepumpe ein komplexes technisches Gerät mit mechanisch beanspruchten Bauteilen. Eine regelmäßige Wartung sichert den hocheffizienten Betrieb und erhält die Herstellergarantie.
Grundsätzlich gibt es in Deutschland keine direkte gesetzliche Pflicht zur jährlichen Wartung einer privaten Wärmepumpe – mit einer wichtigen Ausnahme: der Dichtheitsprüfung des Kältekreises gemäß der europäischen F-Gase-Verordnung.
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Der Servicetechniker führt bei einem Standard-Wartungstermin folgende Arbeiten durch:
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Für eine Standard-Wartung einer Luft-Wasser-Wärmepumpe müssen Hauseigentümer mit Kosten zwischen 150 und 350 Euro pro Termin rechnen.
Wir empfehlen ein Wartungsintervall von zwei Jahren. Bei älteren Anlagen oder extrem beanspruchten Systemen im Altbau kann eine jährliche Wartung sinnvoll sein.
Ja, groben Schmutz wie Laub oder Spinnweben können Sie vorsichtig mit einem weichen Besen entfernen. Verwenden Sie niemals einen Hochdruckreiniger, da dieser die empfindlichen Alu-Lamellen sofort verbiegt.
Nein! Mit dem vollständigen Ausbau eines fossilen Kessels entfällt die Kehr- und Überprüfungspflicht durch den Schornsteinfeger komplett. Das spart dauerhaft ca. 80 bis 150 Euro Schornsteinfegerkosten pro Jahr.