THG-Quote 2026: Einfach erklärt — 100–400 € für Ihr E-Auto
100 bis 400 Euro einfach so — jedes Jahr, nur für den Besitz eines Elektroautos. Klingt zu gut, um wahr zu sein? Ist aber Realität und nennt sich THG-Quote. Dahinter steckt die Treibhausgasminderungsquote: Mineralölfirmen müssen ihre CO₂-Emissionen kompensieren, und E-Auto-Besitzer verkaufen ihre Emissionsersparnis an diese Firmen. Der Staat hat diesen Markt geschaffen — und jeder E-Auto-Halter kann mitmachen. Dieser Ratgeber erklärt, wie Sie in 5 Minuten Ihre THG-Quote beantragen und welcher Anbieter am meisten zahlt.
📋 Auf einen Blick
- THG-Quote: 100–400 € jährlich für jeden E-Auto-Halter — auch für Firmenwagen und Leasing
- Beantragung in 5 Minuten: Zulassungsbescheinigung hochladen, Geld kommt automatisch
- Kein Einfluss auf andere Förderungen — kombinierbar mit Wallbox, PV-Überschussladen, KfW
- Anbieter-Vergleich: Carbonify, Geld-für-eAuto, Emobia — Auszahlung variiert 100–400 €
Inhaltsverzeichnis
Was ist die THG-Quote?
Die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) verpflichtet Mineralölfirmen, ihre CO₂-Emissionen jährlich zu senken. Wer das nicht schafft, muss Strafzahlungen leisten — oder Zertifikate von emissionsarmen Fahrzeugen kaufen. Genau hier kommen E-Autos ins Spiel.
Ihr E-Auto emittiert kein CO₂. Diese „eingesparte“ Emission können Sie in Form eines THG-Zertifikats an eine Mineralölfirma verkaufen. Der Preis wird an einer Börse gehandelt und schwankt — 2026 zwischen 100 und 400 Euro pro Fahrzeug und Jahr.
Das Beste: Sie müssen nichts tun außer Ihr Auto zuzulassen. Kein Papierkram, keine jährlichen Messungen, keine Fahrtenbücher. Einfach Besitzer eines E-Autos (oder Plug-in-Hybrids mit E-Kennzeichen) sein und das Zertifikat verkaufen.
Wer bekommt die THG-Quote?
| Fahrzeugtyp | THG-Quote möglich? | Besonderheit |
|---|---|---|
| Reines E-Auto (BEV) | ✅ Ja, voller Betrag | — |
| Plug-in-Hybrid (PHEV) | ✅ Ja, aber reduziert | Nur mit E-Kennzeichen |
| Brennstoffzelle (FCEV) | ✅ Ja, voller Betrag | — |
| E-Motorrad / E-Roller | ✅ Ja | Geringerer Betrag |
| Firmenwagen (E-Auto) | ✅ Ja | Halter = Unternehmen, aber Prämie dem Fahrer zustehend? |
| Leasing (E-Auto) | ✅ Ja | Halter = Leasinggeber, Prämie kann vertraglich vereinbart werden |
Auch für E-Motorräder, E-Roller und Elektro-Nutzfahrzeuge können Sie die THG-Quote beantragen. Sogar private und gewerbliche Ladesäulenbetreiber können teilnehmen — aber der Aufwand lohnt sich meist nur mit vielen Ladepunkten.
Wie viel Geld bekommen Sie? Anbieter-Vergleich
| Anbieter | Auszahlung 2026 | Besonderheit |
|---|---|---|
| Carbonify | 300–400 € | Höchste Auszahlung, jährliche Rate |
| Geld-für-eAuto | 330–380 € | Mit Werbeeinwilligung extra |
| Emobia | 280–350 € | Einfache App, schnelle Auszahlung |
| eQuota | 250–320 € | Auch für Flotten |
Die Beträge variieren je nach Börsenpreis für CO₂-Zertifikate. Im Durchschnitt erhalten E-Auto-Besitzer 2026 etwa 350 Euro pro Jahr.
In 5 Minuten beantragen — so einfach geht's
- Anbieter wählen: Carbonify, Geld-für-eAuto oder Emobia — alle bieten die gleiche Leistung. Preisvergleich lohnt sich.
- Registrieren: Auf der Website des Anbieters registrieren (E-Mail, Name, IBAN).
- Zulassungsbescheinigung hochladen: Ein Foto oder Scan der Zulassungsbescheinigung Teil 1 (Fahrzeugschein).
- Fertig. Der Anbieter kümmert sich um alles Weitere — Bündelung mit anderen E-Autos, Verkauf an der Börse, Auszahlung auf Ihr Konto.
Die Auszahlung erfolgt meist 4–8 Wochen nach Einreichung. Wiederholen Sie den Antrag jedes Jahr rechtzeitig.
Fristen und Fallstricke
- Frist: Seit den jüngsten Reformen wurde die Frist drastisch verkürzt. Der Antrag für das laufende Jahr 2026 muss bis zum 15. November 2026 beim Umweltbundesamt (UBA) vorliegen. Die meisten Anbieter schließen ihre Portale bereits zum 31. Oktober 2026, um eine rechtzeitige Bearbeitung zu garantieren. Wer zu spät einreicht, verliert die Prämie für das laufende Jahr komplett!
- Nur ein Anbieter pro Fahrzeug: Sie können das THG-Zertifikat nur einmal pro Jahr verkaufen. Entscheiden Sie sich für einen Anbieter.
- Firmenwagen: Rechtlich ist der Halter (Unternehmen) Eigentümer des Zertifikats. Viele Arbeitgeber geben die Prämie an den Fahrer weiter — am besten vertraglich regeln.
- Leasing: Der Leasinggeber ist Halter und kann die THG-Quote selbst verkaufen. Einige Leasingverträge (z. B. Tesla, VW) schließen die THG-Prämie für den Leasingnehmer aus.
Kombinierbar mit anderen Förderungen? Ja!
Die THG-Quote ist völlig unabhängig von anderen Förderungen:
- ✅ Wallbox-Förderung: THG-Quote + Wallbox funktionieren parallel
- ✅ PV-Überschussladen: Solarstrom vom Dach + THG-Prämie gleichzeitig — PV-Überschussladen macht das E-Auto noch günstiger
- ✅ KfW 270: Kredit für PV+Speicher und THG-Quote schließen sich nicht aus — auch KfW 458 für den Heizungstausch läuft parallel
- ✅ Steuererklärung: THG-Quote muss NICHT versteuert werden (bis 400 €/Jahr)
Die THG-Quote ist ein No-Brainer: minimaler Aufwand, maximaler Ertrag. 350 Euro jährlich für 5 Minuten Arbeit — ein besserer Stundenlohn ist kaum zu finden. Selbst wenn der Börsenpreis für CO₂-Zertifikate sinkt, bleiben mindestens 100 € pro Jahr — immer noch geschenktes Geld. Der ADAC empfiehlt die THG-Quote als eine der einfachsten Fördermaßnahmen für E-Auto-Besitzer und rät, jedes Jahr den günstigsten Anbieter zu vergleichen. Die Auszahlungsunterschiede können 50–100 € betragen. Tipp: Einige Anbieter zahlen den vollen Börsenpreis ohne Abzug aus, andere behalten bis zu 15 % Provision ein. Ein 5-minütiger Vergleich vor dem 31. Oktober kann 150 € Unterschied machen. Für Flottenbetreiber lohnt sich das Geschäft besonders: Mit 10 E-Autos kommen jährlich 1.000–4.000 € zusammen — eine willkommene Einnahmequelle ohne Aufwand. Auch wer sein E-Auto nur wenige Monate im Jahr fährt (z.B. Saisonkennzeichen), kann die THG-Quote beantragen — der Anspruch besteht für jedes zugelassene Fahrzeug, unabhängig von der Fahrleistung. Die THG-Quote gilt auch für E-Motorräder und E-Roller (Klasse L1e–L7e), allerdings sind die Auszahlungsbeträge niedriger (50–150 €). Für große E-Nutzfahrzeuge (Klasse N1–N3) gelten separate, höhere Sätze. Wichtig: Die THG-Quote muss jedes Jahr NEU beantragt werden — sie verlängert sich nicht automatisch. Setzen Sie sich einen Kalendereintrag für Mitte Oktober, um die Frist (15.11. beim Amt / 31.10. beim Anbieter) nicht zu verpassen. Fehlt die rechtzeitige Beantragung, verfällt der Anspruch für das gesamte laufende Jahr ersatzlos. Merke: THG-Quote ist geschenktes Geld, aber nur wer rechtzeitig handelt, bekommt es. Also gleich heute beantragen und bis zu 350 Euro pro Jahr abholen.
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